Als am 15. August 1843 der erste Eisenbahnzug von Berlin nach Stettin fuhr, ahnte noch niemand, welche wechselvolle Geschichte den beiden Städten und der sie verbindenden Eisenbahnlinie in den nächsten 160 Jahren bevorstehen würde.
Innerhalb des preußischen Eisenbahnnetzes wurde aus der ursprünglich großen Privatbahn eine der Königlichen Direktionen, deren Streckennetz bereits vor dem ersten Weltkrieg vom Norden Berlins bis zur Insel Rügen und von dieser westlichen Begrenzung nach Osten hin bis kurz vor Danzig reichte.
Zahlreiche Haupt- und Nebenbahnen, ergänzt vom größten deutschen Kleinbahnnetz, erschlossen den weiten ländlichen Raum und verhalfen der Wirtschaft zum Aufschwung.
Zwei von deutschem Boden ausgegangene und verlorene Weltkriege führten u. a. dazu, dass die Stettiner Bahn als eine der ältesten deutschen Ferneisenbahnen jahrzehntelang ein Schattendasein als Nebenbahn führte und für mehr als die Hälfte des ehemaligen Streckennetzes im Jahr 1945 eine neue Geschichte im Nachbarland Polen begann.
Mit dem Beitritt der Republik Polen zur Europäischen Union eröffnen sich jetzt wieder neue Entwicklungschancen für wirtschaftliche Partnerschaften und für die alte, traditionsreiche Eisenbahnlinie als Verkehrsweg zur Ostsee.